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Gungans

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Gungans bezeichnet eine Gruppe der Star Wars – Serie.

AllgemeinesBearbeiten

Die Gungans sind eine Spezies amphibischer Humanoiden, die als Ureinwohner des Planeten Naboo gelten. Es besteht aus zwei einzelnen Rassen, den Otollo und den Ankura, die nun bereits seit Jahrtausenden eine gemeinsame Kultur bilden. Sie zeichnen sich besonders durch ihre Ehrfurcht vor der Natur sowie ihre sorgsam gepflegten religiösen und kämpferischen Traditionen aus. Trotz ihres Hanges zur Schlichtheit und ihrer Abneigung gegen Maschinen verfügen die Gungans über eine große Bandbereite von Gerätschaften und Technologien für zivile und militärische Zwecke, die jedoch aus natürlichen Materialien gefertigt und mit regenerativer Energie betrieben werden. Die wohl beeindruckendsten Zeugnisse ihrer Fertigkeiten sind ihre Behausungen, die aus schimmernden Blasen errichteten Unterwasserstädte in den Seen und Meeren des Planeten.

Um das Jahr 3900 VSY war diese Spezies in einen Krieg mit zugewanderten menschlichen Kolonisten verwickelt, aus denen später die Naboo hervorgehen sollten. Auch nach dem einschneidenden Richtungswechsel ihrer neuen Nachbarn blieb das Beziehungsklima zwischen den beiden recht kühl, wenn auch friedlich. Erst viele Jahrhunderte später mit der Naboo-Krise 32 VSY und dem gemeinsamen Engagement beider Völker zur Rettung ihrer Heimat begann eine offene Partnerschaft.

Kulturelle BesonderheitenBearbeiten

Die Spezies der Gungans besitzt eine alte, sehr stark in Traditionen verwurzelte Kultur, deren äuffälligstes Merkmal wohl ihre enge Beziehung zur Natur ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Spezies und Gemeinschaften, die sich mit fortschreitender Entwicklung von ihren Ursprüngen distanzierten und der Umwelt mit Teils katastrophalen Folgen ihren Stempel aufdrückten, strebten die Gungans nie danach, über das Leben um sie herum nach Belieben zu herrschen. Ihnen war bewusst, dass ein jedes Wesen einen bestimmten Platz und eine Aufgabe in der natürlichen Ordnung seiner Heimat besitzt, und dass der Ausfall oder die Überbesetzung einer solchen Position das ökologische Gleichgewicht gefährdet. Sie bemühten sich daher, ihren Fortschritt und die Gestaltung ihres Lebens auf die Organisation der Natur abzustimmen und auf den Erhalt der Balance zu achten. Ein Beschädigen oder gar völliges Zerstören natürlicher Strukturen zum eigenen Vorteil, wie es auf vielen Welten mit hoch entwickelten Spezies zu beobachten ist, stand somit außer Frage. Zwar ist es Ansichtssache, welcher dieser beiden Wege wirklich von Intelligenz zeugt, Fakt ist jedoch, dass die Ureinwohner von Naboo sich auch mit ihrer Lebenseinstellung erfolgreich entwickelt haben.

Ein weiteres wichtiges Element der Gungan-Gesellschaft ist die Religion, die eng mit ihrem Verhältnis zur Umwelt in Zusammenhang steht. Grundlage für den Glauben der Gungans ist die traditionelle Ahnenverehrung, die von jeder Familie in einem eigenen kleinen Schrein gepflegt wird. Sie basiert auf der Vorstellung, dass der Geist Verstorbener auch nach dem Tod weiter existiert und mit allen anderen als Teil einer allumfassenden Kraft die Natur beseelt. Noch aus dem Jenseits heraus sollen die Ahnen nun in der Lage sein, ihren Familien beizustehen und ihnen Glück zu bringen. In der Vorstellung der Gungans ist die Umwelt daher mehr als nur ein Lebensraum - sie ist gleichzeitig erfüllt vom Geist der Vorfahren, und erhält damit eine tiefere Bedeutung. Sie wird als Heimat der Ahnen und Spenderin allen Lebens verehrt, was die Ehrfurcht der Lebenden vor dem Reich der Natur erklärt. Die Ahnen- und Naturkulte finden nicht nur im Kreis der Familie sondern auch in Form von öffentlichen Festen statt. Manche davon finden sogar an bestimmten Orten an Land zelebriert, an denen sich antike Ruinen befinden. Diese sind die Hinterlassenschaften einer unbekannten, längst verschwundenen Spezies, die von den Gungans ebenfalls seit langer Zeit verehrt wird. Nicht bekannt ist hingegen, ob es eine Art Priesterschaft gibt, die die Pflege der religiösen Bräuche beruflich ausübt.

Schon seit langer Zeit bedienen sich die Gungans zahlreicher Geschöpfe Naboos als Nutz- und Haustiere. Diese sind ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags, sind sie wichtige Arbeitskräfte, Werkstofflieferanten, Lebensgrundlage oder auch Spielgefährten des Nachwuchses. Zu den wichtigsten Last- und Reittieren zählen - in aufsteigender Größe - die Kaadus, Falumpasets und Fambaas, die allesamt amphibischer Natur und damit für die Zwecke der Gungans wie geschaffen sind. Jedoch müssen sie erst dazu gebracht werden, Reiter und Ladung zu akzeptieren, was besonders bei Falumpasets oft nicht leicht fällt. In den Unterwasserstädten existieren sogar eigens Ställe für die Tierbestände, die in der Regel gezüchtet und nicht gefangen sind. Neben dem zivilen Einsatz werden sie auch von der Armee benutzt, die im übrigen keinerlei motorisierten Fahrzeuge verwendet. Ein besonderes Nutztier ist hingegen das Aiwha, das zur Fortbewegung sowohl unter Wasser als auch in der Luft fähig ist. Die Gungans sind damit in der Lage, weitere Entfernungen fliegend schneller und sicherer zurückzulegen, als dies zu Lande möglich wäre. Auch der Erforschung des Planeten und der militärischen Aufklärung eröffnen sich damit neue Wege. Andere Lebewesen erfüllen stattdessen eher nach ihrem Ableben einen Nutzen, sei es in Teilen auf einer Werkbank oder in feinen Scheiben in einem Kochtopf. So werden beispielsweise aus den Hörnern von Muudaboks Musikinstrumente gefertigt, während das Fleisch von Nunas oder Shiros in vielen typischen Speisen der Gungans enthalten ist. Nicht zuletzt sind auch einige Haustiere in den Siedlungen anzutreffen, darunter zum Beispiel die Blarths, die dort neben Rutschgefahr auch für Zerstreuung sorgen, und ganz besonders von den jüngsten Gungans geliebt werden. Weniger zärtlich wird indes mit Gullipuds umgegangen, deren Unterhaltungswert hauptsächlich darin besteht, sie in ihrer aufgeblasenen Verteidigungshaltung als Sportgerät zu gebrauchen - Gulli-Ball erfreut sich großer Beliebtheit.

Man könnte die meist in einfachen Verhältnissen lebenden Gungans mit ihrem tiefen Vertrauen in die traditionelle Naturreligion und ihrer Aversion gegen den Einsatz von Maschinen für eine primitive Spezies halten. Doch dass dieser Schein trügt, mussten allen voran die Naboo mit einer gewissen Überraschung feststellen. Denn sowohl in ihrer sozialen Organisation als auch in ihren technologischen Fähigkeiten sind die Gungans keineswegs die zurückgebliebene Kultur, die sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Ein wichtiger Grund für die Voreingenommenheit anderer Völker mag das Desinteresse der Gungans an Raumfahrt und -forschung sein, Rückschlüsse auf deren tatsächliche kulturelle Entwicklungsstufe lässt dies jedoch keinesfalls zu. In ihrer Gesellschaft wird viel Wert auf ein friedliches Zusammenleben zum gemeinsamen Nutzen gelegt, die Stammeskriege der fernen Vergangenheit sind dabei längst vergessen. Vieles ist Gemeinschaftssache, seien es wichtige Arbeiten für die Kommunen oder die umfangreiche Traditionspflege. Der Nachwuchs wird von beiden Elternteilen versorgt, und lernt früh die wichtigsten Werte und Regeln der Gungan-Gesellschaft kennen. Dazu zählt auch die Eignung zu Unabhängigkeit und zur Verteidigung seiner selbst und der Gemeinschaft, neben der bereits erwähnten Religion und der damit verbundenen Beziehung zur Natur. Letztere wird zudem auf ausgedehnten Ausflügen über den Planeten vertieft, bei denen die junge Generation ihre Heimat kennen und ehren lernen soll. Ab einem Alter von rund sechzehn Jahren gelten junge Gungans als Erwachsene, und damit als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft.

Der StaatBearbeiten

Die Gungans werden für gewöhnlich von einem einzigen Herrscher - Boss genannt - regiert, der weniger durch Sympathie und Überzeugungsarbeit, sondern viel mehr durch Durchsetzungsvermögen und Demonstrationen seiner Stärke sein Amt erlangt. Er ist an keine Verfassung oder eine kontrollierende Institution gebunden, herrscht also absolut und nach Belieben. Lediglich ein Kreis von Beratern existiert als zusätzliches Organ, seine Mitglieder, Reps genannt, sind jedoch tatsächlich nicht mehr als das. Ein Rep hilft dem Regenten lediglich mit Ratschlägen und Informationen beim Treffen von Entscheidungen, er selbst verfügt über keine Entscheidungsgewalt. Dieses System, das im Grunde einer Diktatur gleichkommt, hat für die Gungans jedoch eine wichtige Funktion. Da ihre Gesellschaft nicht selten von inneren Konflikten und gefährlichen Kreaturen von Außerhalb bedroht war, wurde mit dieser Herrschaft des stärksten eine Führung gewährleistet, die gegen beides gleichermaßen vorgehen konnte. Dies hat sich trotz des archaisch anmutenden Prinzips bewährt, und bremste weder den Stolz und das Selbstbewusstsein noch die technische Entwicklung dieser Spezies.

Zwar ist nur wenig über das Rechtssystem der Gungans bekannt, es gilt jedoch offensichtlich das Prinzip der Bestrafung für Vergehen nach deren Schwere. Das Strafmaß erstreckt sich unter anderem von mehr oder weniger schmerzhafte Züchtigungen über die Verbannung aus der Gemeinschaft sogar bishin zur Tötung des Verurteilten. Die absolute Entscheidungsgewalt des Herrschers erlaubt ihm dabei sowohl das Verhängen von Strafen nach eigenem Ermessen, als auch deren Aufhebung in Form einer Begnadigung. Als Verbrechen wird in der Gungan-Gesellschaft vor allem Verhalten angesehen, dass andere Mitglieder oder gar die ganze Gemeinschaft in Gefahr bringen - und sei dies auch nur durch Unachtsamkeit. Auch das Beschädigen von privatem oder gemeinschaftlichem Eigentum wird scharf geahndet. Einer der Bekanntesten für derartige Vergehen verurteilten Gungans ist sicherlich der überaus tollpatschige Jar Jar Binks, dem nach mehreren katastrophalen Missgeschicken die Verbannung in die Sümpfe ausgesprochen wurde. Gleichzeitig ist er jedoch auch der Beweis für den Einfluss des Anführers, da Boss Nass ihm später kurzerhand seine Strafen erließ.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft sind die Streitkräfte, die in besonderem Maße eine soziale Funktion haben, und nicht etwa nur der Verteidigung dienen. Die sogenannte Große Armee vereint Gungans aus allen Städten und Regionen in sich, und schafft damit eine Verbundenheit zwischen den einzelnen Orten. Im Gegensatz zu den lokalen Sicherheitstruppen ist sie nicht in ständiger Bereitschaft und auf Patrouille, sondern tritt nur auf Anweisung des Herrschers in Aktion. Er kann dies theoretisch jederzeit veranlassen, tut dies jedoch nur bei einer ernsthaften Bedrohung seines Volkes. Ist dies der Fall, sind alle wehrtauglichen Gungans verpflichtet, sich schnellstmöglich zum Dienst zu melden, sodass innerhalb kürzester Zeit das Kontingent einer jeden Stadt Speer bei Fuß steht. Eine komplette Mobilmachung kann auf diese Weise innerhalb von 36 Stunden durchgeführt werden, auch wenn dies schon Jahrhunderte vor der Naboo-Krise nicht mehr geschehen war. Jedoch finden jährliche Wehrübungen statt, und man bemüht sich trotz allem darum, das Aufstellen und Formieren der Truppen so reibungslos wie möglich durchführen zu können, sollte dies nötig werden. Die Fähigkeit einer solch raschen Mobilmachung und die große stärke der komplett versammelten Großen Armee sollten sich bei der Schlacht von Naboo als sehr wertvoll erweisen.

Bekannte FigurenBearbeiten

Anführer

Andere Mitglieder

In Baukästen enthaltenBearbeiten

Auftritte in Videospielen:Bearbeiten

QuellenBearbeiten

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